FCH JTI Brennstoffzellen und Wasserstoff
Seit 2008 implementiert die gemeinsame Technologieinitiative Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologien, weiterhin FCH JTI genannt (Fuel Cell and Hydrogen Joint Technology Initiative) die EU-Forschungsförderung auf dem Gebiet von Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologien. Schwerpunktbereiche sind: Transport und Wasserstoffinfrastruktur zu Betankung, Wasserstoffproduktion und Bereitstellung, stationäre Anwendungen, Kraft-Wärme-Kopplung, Markteinführungsmaßnahmen sowie bereichsübergreifende Aktivitäten.
Die gemeinsame Technologieinitiative (JTI) ist eine Public-Private-Partnership, die Verbund- und Demonstrationsprojekte sowie Koordinierungs- und Unterstützungsaktivitäten im Sinne der Europäischen Kooperation finanziert. Im Falle der FCH JTI kommen die öffentlichen Mittel aus dem Budget des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Der private Anteil wird als Sachleistung durch die Industrie zur Verfügung gestellt. Für die Erledigung von Verwaltungsaufgaben im Rahmen der FCH JTI ist eine unabhängige Agentur (Joint Undertaking, FCH JU) gegründet worden.
Die für Verwaltungsaufgaben gegründete Agentur, FCH Joint Undertaking, FCH JU, ist weitgehend unabhängig. Sie untersteht einem zwölfköpfigen Verwaltungsrat, der aus 6 Vertretern der EU-Kommission, 5 Vertretern des Industriesektors (New Energy World Industry Grouping: NEW IG) und einem Vertreter der Forschungsgemeinschaft (New European Research Grouping on Fuel Cells and Hydrogen: N.ERGHY RG) besteht. Die Leitung der Geschäfte und des laufenden Betriebs obliegen einem Exekutivdirektor, der dabei von einem in Brüssel angesiedelten Programmbüro (Programm Office: PO) unterstützt wird. Eine Gruppe von Vertretern der Mitgliedstaaten (State Representatives Group: SRG) und ein wissenschaftlicher Ausschuss aus hochrangigen Sachverständigen beraten den Verwaltungsrat. Eine jährliche Generalversammlung der Akteure (Stakeholder General Assemby: SGA), bietet Informationen über laufende und künftige Aktivitäten.
Der FCH JTI steht für die Laufzeit von 2008 bis 2017 ein Budget von 1 Mrd. EUR zur Verfügung, wovon 470 Mio. EUR aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm kommen. Der Rest wird als Eigenanteil von privaten Unternehmen aufgebracht. Die Inhalte der jeweiligen Aufrufe sind im Annual Implementation Plan beschrieben. Die erste Ausschreibung des Gemeinsamen Unternehmens FCH mit einem Budget von 28 Mio. EUR wurde am 8. Oktober 2008, die 2. Ausschreibung, mit einem Budget von 71,3 Mio. EUR, am 2. Juli 2009, die 3. Ausschreibung mit dem Budget von 89,1 Mio. EUR wurde am 18. Juni 2010 veröffentlicht.
Die aktuellen Förderinhalte finden Sie unter:

