EU-Förderprogramme zum Thema Energie
7. EU-Forschungsrahmenprogramm
Im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (FP7) sind für das Thema ENERGIE (Thema 5) im thematischen Block „Kooperation“ die Bereiche Forschung, technologische Entwicklung sowie Erstdemonstration vorgesehen. Ziel der Forschungsförderung ist es das aktuelle Energiesystem in Europa in ein nachhaltigeres System umzuwandeln.
Für die Laufzeit des Programms von 2007 bis 2013 stehen für entsprechende Forschungsvorhaben 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung.
Intelligente Energie – Europa
Das Programm „Intelligente Energie – Europa“ (IEE) ist ein Teilprogramm des europäischen Rahmenprogramms "Wettbewerbsfähigkeit und Innovation" (CIP). Das Anliegen von CIP ist es die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen, insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen, zu fördern. Im Programm IEE geht es um Fördermaßnahmen, die auf die Verbesserung der Energieeffizienz zielen, um die Förderung neuer und erneuerbarer Energiequellen, die Förderung umweltfreundlichen Verkehrs sowie die Diversifizierung der Energieversorgung.
Für dieses Programm steht ein Förderbudget von 730 Millionen Euro über eine Laufzeit von 2007 bis 2013 zur Verfügung.
Gemeinsame Technologie-Initiative Brennstoffzellen und Wasserstoff
Die Gemeinsame Technologieinitiative (JTI) für Brennstoffzellen und Wasserstoff (FCH) wird umgesetzt vom Gemeinsamen Unternehmen (Joint Undertaking) FCH, welches auf der Arbeit der Europäischen Technologieplattform für Wasserstoff und Brennstoffzellen (HFP) fußt. Das Ziel der gemeinsamen Technologieinitiative für Brennstoffzellen und Wasserstoff (FCH JTI) besteht darin, die Entwicklung von Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologien in Europa zu beschleunigen und ihrer Markteinführung im Zeitraum zwischen 2010 und 2020 den Weg zu ebnen.
Zur Förderung der FCH JTI ist für die Laufzeit von 2008 bis 2017 ein Budget von rund 1 Mrd. EUR vorgesehen, wovon 470 Millionen Euro von der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt werden. Mindestens den gleichen Betrag hat der beteiligte private Sektor als Eigenanteil aufzubringen.
Public-Private-Partnership-Initiatives im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm
Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise hat die Europäische Kommission (KOM) Ende 2008 ein europäisches Konjunkturprogramm (EERP) aufgelegt. Dieses Konjunkturprogramm enthält unter dem Titel "Intelligente Investitionen" konkrete Vorschläge für Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor. Dazu werden Finanzmittel der Gemeinschaft, der Europäischen Investitionsbank und Mittel aus den Staatshaushalten bereitgestellt. In diesem Zusammenhang hat die Europäische Kommission spezifische Forschungsfördermaßnahmen für sogenannte "Public-Private-Partnerships", die PPP-Initiativen, geschaffen.
Die Finanzierung des öffentlichen Anteils der PPP-Initiativen erfolgt weitgehend aus dem Budget des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (FP7). Bis Ende 2013 werden im thematischen Block „Kooperation“ des FP7 mehr als 1,6 Milliarden Euro für die entsprechende Forschungsförderung reserviert.

