Abgelaufene Energieprogramme

Abgelaufene EU-Förderprogramme im Energiebereich

Die "European Local Energy Assistance"-Fazilitäten, kurz ELENA, wurden 2009 im Programm Intelligente Energie Europa II etabliert und haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015.

Dieses Instrument unterstützt die Direktive zur besseren Umsetzung der Energieeffizienz. Verschiedene Banken bieten technische Unterstützung für Städte und Gemeinden an, um erforderliche fachliche und organisatorische Kapazitäten aufzubauen, zu bekommen, oder um Investitionsprogramme durchführen zu können. Dies umfasst zum Beispiel die Terminierung von Investitionen sowie die Beschaffung zusätzlicher Finanzierungsmittel. Darüber hinaus kann dies z. B. Machbarkeits- und Marktstudien, die Strukturierung von Programmen, Erstellung von Geschäftsplänen, Hilfe bei Energieprüfungen, Vorbereitung für Vergabeverfahren etc. umfassen.

Endbegünstigte sind Städte, Gemeinden, Regionen; lokale oder regionale Gebietskörperschaften und andere öffentliche Einrichtungen.

Durch die Unterstützungen sollen Investitionsprogramme in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien in Gebäuden (inkl. Sozialer Wohnungsbau); Energieeffiziente Straßenbeleuchtung/Verkehrssignalanlagen; Fernwärme-/Fernkältenetze; städtischer Transport; lokale Infrastruktur/Logistik inklusive Smart Grids in den jeweiligen Städten und Gemeinden aufgelegt werden.

IEE-Webseite zu Projektentwicklungsdiensten (PDA)

Die nachfolgend aufgeführten ELENAs sind bislang implementiert. Die Fazilitäten werden durch die Kommission und die Finanzinstitute (EIB, KfW, EBRD) verwaltet.

EIB – ELENA

Diese Fazilität konzentriert sich auf große Vorhaben in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Umsetzung durch Europäische Investitionsbank (EIB) und Europäische Kommission. Umfang der Investitionsprogramme: i. d. R. mind. 50 bis 100 Millionen Euro. Somit liegen beim Hebelfaktor von 20 die Zuschüsse durch die EIB bei ca. 2,5 bis 5 Millionen Euro pro Investitionsprogramm.

Beispiel: Eine Gemeinde unterzeichnet einen Vertrag zur technischen Unterstützung mit der EIB, um ein Investitionsprogramm zu erstellen. Die Gemeinde finanziert das Investitionsprogramm – hierfür können auch öffentliche Gelder, z. B. der KfW Bank, beantragt werden. Die Gemeinde kann nun entweder selbst die Erstellung eines Investitionsprogramms durch einen Programmdienstleister ausschreiben oder die EIB kann die Ausschreibung übernehmen.

Akteure: lokale/regionale Energieakteure (Energieagenturen, Hausbanken, Wohnungsbaugesellschaften)

Weitere Informationen:

EIB ELENA

KfW - ELENA

Zielgruppe: kleine und mittelgroße Gemeinden und Energiedienstleister
Akteure: Partnerbanken, Kommunen
Projektgröße: bis zu max. 50 Millionen Euro
Das Investitionsvolumen ist auf max. 50 Millionen Euro festgelegt.
Hier können Globaldarlehen und/oder CO2-Gutschriften genutzt/kombiniert werden, um kommunale Investitionen in nachhaltige Energieprojekte zu ermöglichen.

1. Globaldarlehen

Partnerbanken, Banken aus einem IEE-II-Teilnehmerland, können Globaldarlehen durch die KfW erhalten, die sie zur Refinanzierung bestimmter qualifizierter Investitionsprojekte von Endbegünstigten (Städte, Gemeinden, Regionen) verwenden. Die KfW kann Anträge von lokalen und regionalen Gebietskörperschaften nicht direkt annehmen.

2. CO2-Gutschriften

Hier werden für erzielte Verringerungen von Treibhausgasemissionen CO2-Gutschriften vergeben. Ziel ist es, im Gegenzug Barmittel für die betreffenden Projekte oder Programme in einem Umfang zu beschaffen, der ohne die Unterstützung nicht zu erreichen wäre. Solche Barmittel lassen sich für weiter gefasste Programme nutzen, mit denen Anreize für Aktivitäten auf kommunaler Ebene geboten werden sollen (z. B. Darlehensprogramme für die Gebäudesanierung). 

KfW ELENA

EBRD - ELENA

Bei diesen ELENA-Fazilitäten erhielten Gemeinden und Regionen technische Unterstützung bei der Ausarbeitung und Festlegung bankfähiger nachhaltiger Energieprojekte.

Die Vorschläge für Investitionsprojekte in einer Größenordnung von bis zu 50 Millionen Euro wurden von der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) ausgewählt und der Kommission zur Genehmigung vorgelegt. Bei dieser Initiative lag der Schwerpunkt auf den zehn EU-Ländern (EE, LV, LT, PL, HR, HU, SK, BG, RO und SI).

Das Programm "Intelligente Energie – Europa (IEE)" war ein Teilprogramm des europäischen Rahmenprogramms "Wettbewerbsfähigkeit und Innovation" (CIP).

Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen, insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen, stand im Fokus von CIP. Beim Teilprogramm IEE ging es um innovative, kreative Projekte, die mit technologieunterstützenden Maßnahmen die Verbreitung und Umsetzung der ausgeschriebenen, energierelevanten Themen in den europäischen Markt beschleunigen sollen. Die Themen umfassten die Verbesserung der Energieeffizienz, die Förderung neuer und erneuerbarer Energiequellen, die Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs sowie die Diversifizierung der Energieversorgung.

Für dieses Programm stand ein Förderbudget von 730 Millionen Euro für die Laufzeit von 2007 bis 2013 zur Verfügung.

Im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (FP7) waren für das Thema ENERGIE (Thema 5) im thematischen Block "Kooperation" die Bereiche Forschung, technologische Entwicklung sowie Erstdemonstration vorgesehen. Ziel der Forschungsförderung war es, das aktuelle Energiesystem in Europa in ein nachhaltigeres System umzuwandeln. Für die Laufzeit des Programms von 2007 bis 2013 standen für entsprechende Forschungsvorhaben 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Aufrufe waren im jährlich neu zusammen gestellten Arbeitsprogramm zum Thema Energie veröffentlicht. Das Arbeitsprogramm hat verschiedene Themenfelder (Activities) im Bereich der nicht-nuklearen Energieforschung umgefasst.

Themenfelder (Activities):

  1. Brennstoffzellen und Wasserstoff (Ausschreibung durch FCH JTI)
  2. Erneuerbare Energien zur Stromgewinnung
  3. Erneuerbare Energien zur Herstellung von Brennstoffen
  4. Erneuerbare Energie zu Heiz- und Kühlzwecken
  5. CO2-Abscheidung und Lagerung (zzgl. Querschnittsaktivitäten 5. & 6.)
  6. Saubere Kohletechniken
  7. Intelligente Energienetze
  8. Energieeffizienz und Energieeinsparung
  9. Wissen für die energiepolitische Entscheidungsfindung
  10. Horizontale Aktivitäten

Die einzelnen Themenfelder (Activities) waren wiederum in Areas gegliedert, denen die jeweiligen Förderschwerpunkte (Topics) zugeordnet waren.