Energieeffizienz in der Industrie und im Dienstleistungssektor

Energy efficiency in industry and services

Um die europäischen Energieeffizienzziele bis 2030 zu erreichen, ist die systematische Ausschöpfung der wirtschaftlichen Energieeffizienzpotentiale erforderlich. Beim Thema Energieeffizienz in der Industrie- und im Dienstleistungssektor geht es vor allem darum, industrielle Abwärme oder Kälte zu nutzen und dabei Synergieeffekte unterschiedlicher Branchen zu nutzen. Ein weiterer zentraler Aspekt ist der Aufbau von Fachwissen über Energieaudits in kleinen und mittleren Unternehmen.

Quelle: pialhovik/iStock/thinkstock

Die Energieeffizienz-Richtlinie (Richtlinie 2012/27/EU) fordert die EU-Mitgliedsstaaten auf, Fachwissen zu Energieeffizienz und Energieaudits in den Firmen zu verbreiten und Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Zwei Bereiche, in denen es ein sehr hohes Potential an Energieeinsparung durch mehr Effizienz gibt, sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die ressourcen- und energieintensive Industrie (REII).

Für den Bereich der KMU sollen mit Koordinations- und Unterstützungsmaßnahmen nachhaltige Programme gestaltet werden. Ziel ist es, die Bereitschaft und das Know-how zum Aufbau von Energieaudits zu erhöhen und eine anschließende nachhaltige Umsetzung der Maßnahmen mit voranzutreiben.

In der REII sind bereits viele technische Fortschritte zur Energieeinsparung gemacht worden. Es besteht jedoch immer noch ein großes Potential im Bereich der Abwärme- und Kältenutzung – und hier insbesondere für branchenübergreifende Lösungsansätze.

Fördermöglichkeiten

2018 - Energy efficient industry and services

  • LC-SC3-EE-6: Business case for industrial waste heat/cold recovery
  • LC-SC3-EE-8: Capacity building programmes to support implementation of energy audits

*Bitte beachten Sie, dass diese Informationen auf Basis des am 27. Oktobers 2017 von der Europäischen Kommission veröffentlichten Arbeitsprogramms 2018-2020 der "Challenge Energy" unter  Horizont 2020 zusammengestellt wurden. Versäumen Sie bitte nicht, sich im Teilnehmerportal aktuell über Fördermöglichkeiten zu informieren.

Energiepolitischer Kontext

Europa hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz bis 2030 um 27 Prozent zu steigern (im Vergleich zu einer Entwicklung ohne weitere Effizienzanstrengungen). Mit der Energieeffizienz-Richtlinie (Richtlinie 2012/27/EU) überführt die EU diese Effizienzziele des gemeinsamen Klima- und Energierahmens der EU-Mitgliedstaaten in verbindliche Maßnahmen.

Für Energieaudits in KMU ist Artikel 8 der Energieeffizienz-Richtlinie maßgebend.

Energieeffizienz-Richtlinie

 

Der „Strategic Energy Technology Plan“ (SET-Plan) führt die 2030 Ziele der Energy Union in sogenannten „Key Actions“ genauer aus. Für die Energieeffizienzziele steht Key Action 6: „Continue efforts to make EU industry less energy intensive and more competitive”.

Die spezifischen Ziele zu den Key Actions werden in den sogenannten “Declarations of Intent” formuliert. Diese können Sie auf SETIS, dem „SET-Plan Information System“ nachlesen.

Declaration of Intent der Key Action 6

Weitere Informationen

SPIRE ist eine Public-private-Partnership der „Sustainable Process Industry“ für nachhaltige Wirtschaft durch Ressourcen- und Energieeffizienz. Die Roadmap von SPIRE formuliert Prioritäten für Innovationen und eine Agenda für die kommenden Jahre. Die Ausrichtung des Förderthemas „Nutzung von industrieller Abwärme und Kälte“ ist eng verknüpft mit den Zielen dieser Roadmap von SPIRE.

SPIRE

Kontakt

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02461 61-8955
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02461 61-96997
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